Das Equipment ist da

In wenigen Tagen ist der Drehbeginn zur Serie „Drei Schätze“ und mittlerweile ist auch schon das Equipment angekommen, das im Rahmen eines Förderantrags der FH St. Pölten eingekauft wurde. Dazu gehören 32 AA-Akkus, zwei Ladegeräten mit jeweils Platz für 8 Stück Akkus, eine 20 000 mAh Anker-Powerbank, zwei Nano LockIts und ein LEMO-auf-LEMO-Kabel für die Arri Alexa, die beim Dreh verwendet wird.

Die Akkus

Die Rechnung der Akkus ergibt sich aus dem benötigen Equipment:

  • 4 AA-Akkus für den MixPre 6
  • 3 mal 4 AA-Akkus für die Sennheiser EW 100 G3 (2 für den Empfänger und 2 für den Sender)

16 Akkus werden permanent benötigt und noch einmal 16 sind zur Reserve da. Die AA-Akkus beim MixPre 6 werden aber nur Plan B sein, da er sehr viel Strom benötigt und eine Powerbank die sinnvollere Variante ist. Sollte die Verbindung zur Powerbank abreißen, sind die AA-Akkus als Puffer da.

Die Nano LockIts

Die Nano LockIts sind unglaublich praktisch, da sie ideal für unseren Dreh und gleichzeitig sehr klein und kompakt sind. Synchronisiert werden sie durch das Drücken und Halten des grünen Knopfs auf beiden Geräten. Und nach kurzer Zeit blinken sie synchron und funktionieren. Für weitere Funktionen gibt es noch die LockIt Toolbox. Das Programm ist sehr simpel und erlaubt es die LockIts zu programmieren.

Einstellungen, die man mit der LockIt Toolbox vornehmen kann:

  • AD/ED (ich vermute American Date/European Date)
  • Framerate-Anpassung (zwischen 23,98 und 60 Frames)
  • Funkkkanal von 11–26 (Standard ist Kanal 18)
  • einen Low Noise Amplifier (LNA), der mehr Strom braucht, aber die Reichweite erhöht
  • Auto Power (vermutlich, dass er sich automatisch ausschaltet?)
  • die Helligkeit der LED von Stufe 1–10 (Standard 5)
  • die Lautstärke des Timecode-Signals (Standard +6 dB)

Ambient LockIt Toolbox

Bei einigen Einstellungen bin ich mir selbst nicht sicher was sie verändern. Im schlimmsten Fall kann man die Nano LockIts immer im ausgeschalteten Zustand zurücksetzen, indem man den Power-Button 10 Sekunden während des Einschaltens hält.

Praktisch ist, dass bei den LockIts auch farbige Antennenaufsätze mit dabei sind: schwarz, blau und rot. Damit kann man die unterschiedlichen LockIts gut auseinander halten. Auch ein microUSB-Kabel wird mitgeliefert.

Ist das schon alles?

Was noch fehlt sind die URSA-Gurte für die Taschensender und ein paar andere Kleinigkeiten. Die sind aber mittlerweile schon am Weg. Das Verleih-Equipment der FH wird Ende dieser Woche abgeholt und durchgecheckt.

Der nächste Schritt

Am Sonntag, den 10. November 2019 geht’s los mit dem Dreh und davor werden wir das Equipment noch einmal durchchecken. Die Nervosität steigt, aber wir haben (hoffentlich) an alles gedacht. Wie immer heißt es: So gut vorbereiten wie möglich, so wenig ärgern wie nötig weil irgendwas immer gegen die Vorbereitung und den perfekten Plan spielt.

Vorbereitung für den Dreh des Serienpiloten „Drei Schätze“

Für mein Semesterprojekt der Masterklasse Audio Design bin ich an einem Serienpiloten beteiligt, der Masterklassen-übergreifend produziert wird. Zusammen mit meiner Studienkollegin Magdalena Müller sind wir für den Set-Ton bis hin zur fertigen Mischung verantwortlich und damit natürlich auch für alles dazwischen. Die Vorbereitungen laufen auch Hochtouren damit bei der Produktion dann alles klappt.

Planung

Zu Beginn war es einmal wichtig mit der Masterklasse Film & TV das Drehbuch zu besprechen und die Drehtermine festzulegen. Dabei wurden auch Musikwünsche samt den möglichen Szenen, in denen Musik vorkommen soll, einmal protokolliert um sich schon einmal ans Komponieren zu machen oder bei Bedarf zumindest einen der Stimmung entsprechenden Titel auswählen zu können. Weitere Details wie die Zuständigkeit der einzelnen Arbeitsschritte zwischen Magdalena und mir waren wichtig zu definieren. Jeder Teil und auch der gesamte Audioteil braucht eine/n Hauptverantwortliche/n.

Das Equipment

Das richtige Equipment zu finden ist anfangs sicherlich nicht einfach. Der erste Schritt war zu sehen, was die FH im Verleih anbietet und was wir benutzen können. Im zweiten Schritt haben wir einen Förderantrag an die FH St. Pölten gestellt, damit wir zusätzlich Equipment für den Dreh kaufen oder leihen können. Als Aufnahmegerät haben wir uns für den MixPre 6 von Sound Devices entschieden, da er sich nicht nur in der Industrie bewährt hat, sondern auch alle Funktionen bietet, die unser Projekt benötigt.

Mikrofone

Fürs Boomen verwenden wir das Sennheiser MKE 600-Richtmikrofon samt Karbon-Tonangel. Als Funksender und -empfänger verwenden wir drei Stück Sennheiser EW100 G3 mit jeweils einem MKE2 Gold-Mikrofon. Da nie mehr als drei Personen in einer Szene mikrofoniert werden müssen, geht es sich von den Anschlüssen perfekt aus, MixPre 6 hat genau vier XLR-Eingänge: dadurch belegen wir einen mit dem Richtmikrofon und drei weitere mit den Funksendern.

Weiteres Equipment

Kleinigkeiten haben wir auch noch besorgen müssen. Dazu zählen z.B. die Beyerdynamic DT-770 80 Ohm, eine Tasche samt Audio Harness (ein Tragegurt für beide Schultern, die die Last der Aufnahmegeräte auf dem Rücken verteilt), eine Powerbank als primäre Stromversorgung für den MixPre 6 und sehr viele Eneloop AA-Batterien samt Ladegeräte, die wir für alle Möglichen Audiogeräte benötigen.

Timecode

Nachdem wir wissen, dass mit einer Arri Alexa produziert wird, war uns auch klar, dass wir auf Timecode nicht verzichten können. Nach langer Recherche und abwägen des Budgets haben wir uns für zwei Nano LockIts entschieden. Diese können selbst einen Timecode generieren und laufen auch nach einem Tag noch annähernd synchron. Für die Produktion des Serienpiloten und lange Drehtage ein Muss.

Eine weitere Recherche brachte dann Gewissheit welche Anschlüsse wir brauchen. Die Arri Alexa und der Nano LockIt weisen beide einen 5-Pin-LEMO-Anschluss auf. Damit brauchen wir ein 5-Pin-LEMO-auf-5-Pin-Lemo-Kabel und für unseren MixPre 6 ein 5-Pin-LEMO-auf-3,5 mm-Klinkenkabel, das beim LockIt bereits inkludiert ist.

Weitere Schritte

In der Theorie sind wir nun hoffentlich besten gerüstet. Jetzt heißt es nur noch das fehlende Equipment zu kaufen und zu testen. Am 9. November 2019 findet der Probedrehtag statt. Ab dem 10. November 2019 wird bereits produziert. Es wird sich dann zeigen ob unsere ausgetüftelte Theorie in der Praxis auch funktioniert. Danach heißt es nur noch abwarten bis zum fertigen Rohschnitt oder Picture-Lock und dann wird mit dem Sound Design begonnen. In der Zwischenzeit wird fleißig nach Musik gesucht, während ich mich ans Komponieren des Main Themes der Serie setze.

(Foto: Tobias Holub)

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